Peter Weis „Conversation with Six-String People“

Ein Projekt mit vier Gitarren?! Das kann Angst machen. Die wüstesten Rockbands hatten maximal drei Gitarren und die vierte musste eben zum Bass wechseln. Ein mutiges Projekt also, das Peter Weiss sich da ausgedacht hat.

Und was soll man sagen: es ist ein Riesenspaß. Kein sinnloses Noodeling, kein Posing oder sonstiges Guck-mal-wie-schnell- ich-bin. Großartig sind die Duos mit jeweils einem bzw. einer der »Six-String-People« und Peter. Von monkisch über skandinavisch anmutenden Weiten, von Tom Waits bis Ornette, jedes so unterschiedlich, so eigen wie die ProtagonistInnen selber. Auch diverse andere Melangen sind zu genießen und immer hört man, wer wo wie und was spielt, immer erkennt man den- oder diejenige!

Peter Weiss gehört zum deutschen Jazz-Adel, er ist ein Trommler der alten Garde, wie man so schön sagt. Sein Ride-Becken (und was er damit macht) gehört nach wie vor zur Ersten Liga der Jazz- Drummer. Er hält das ganze Projekt zusammen, ist quasi die große Klammer drum herum. Understated aber keinesfalls unterkühlt. Immer banddienlich und besonders stark bei den loosen, ternären Grooves.

Und obwohl jede/r Songs zur CD beigetragen hat, wirkt das Projekt nicht willkürlich zusammen gewürfelt. Wie eine richtige Band eben.

Sehr schön treffend ist auch der Titel der CD und der wird wunderbar eingelöst, eine Konversation mit Sechs-Saiten-Menschen. Er hat sich was getraut, der Peter Weiss! Und versammelt hier die Creme de la Creme an Jazz-GitarristInnen Deutschlands.

Peter Weis „Conversation with Six-String People“
Jazzsick Records

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